Im Keller steht Hundefutter

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Herz gefasst und den Keller ausgemistet. Wir sind vor 5 Jahren in das neue Haus eingezogen. Ich erinnere mich noch genau, wie wir nach dem passenden Platz für die Möbel gesucht haben. Viele Dinge aus unserer großen Wohnung haben im Haus keinen Platz gefunden. Wir wollten und konnten uns von einigen Sachen aber nicht trennen. Da ist es uns zu Gute gekommen, dass wir einen sehr geräumigen Keller haben. Manchmal bunkern wir vorübergehend sogar größere Möbelstücke von unseren Freunden da unten, wenn die zum Beispiel für längere Zeit ins Ausland gehen und ihre Wohnung währenddessen vermieten. Ab und zu stehen die Sachen dort auch länger rum, wir sind da nicht so penibel. Wir haben sogar einmal Hundefutter für die Nachbarn gelagert, weil die im Sale irrsinnige Mengen gekauft haben und bei ihnen kein Platz mehr dafür war.

Hundefutter wird nicht so schnell schlecht

Leider ist ihr Hund dann verstorben, bevor die Futtervorräte aufgefressen waren. Daraufhin wollten sie das restliche Hundefutter an das Tierheim spenden. Die waren dort überglücklich über die Spende, war eine gute Sache. Wir hatten das Futter auch gut gelagert und schlecht wird das ja sowieso nicht so schnell. Der Keller war aber trotzdem noch rammelvoll und schnell wieder mit anderen Sachen vollgeräumt. Ich fragte mich manchmal, woher das ganze Zeug denn eigentlich kommt, bis ich bemerkt habe, dass wir manche Dinge wirklich nicht mehr benötigen und das nur Stauraum wegnimmt.

Der Keller wird endgültig leer geräumt

Da kam mir die Idee, einen Flohmarkt zu machen. Wir hatten neben alten Regalen und Kommoden auch Geschirr, Bücher, DVD’s und Kleidung – alles Dinge, die sich auf einem Flohmarkt gut an den Mann bringen lassen. Wir haben viele Nachbarn mit großen Häusern. Vielleicht haben die auch Zeug, das sie gerne loswerden möchten? Die Rückmeldung war äußert positiv, so beschlossen wir, unsere Keller auszumisten und am darauffolgenden Wochenende einen Nachbarschaftsflohmarkt zu veranstalten. Ein paar der Nachbarn backten dafür extra Kuchen und Torten, es gab Getränke und auch etwas Musik. Das war schon fast wie ein kleines Straßenfest. Die Stimmung war total entspannt und gelassen, das hat sich dann auch auf den Verkauf ausgewirkt. Es kamen auch Menschen außerhalb der Wohnsiedlung und waren sehr spendierbereit. So konnten wir den Großteil unserer Sachen verkaufen und haben jetzt wieder um einiges mehr Platz in unserem Keller. So gefällt er mir nun viel besser.